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Willkommen in der Mühle Bohle
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47 Gründungsmitglieder aus der Gemeinde Lotte heben Verein für die Restaurierung aus der Taufe

Ihr Herz schlägt für die Mühle Bohle

Lotte. Die Wersener Mühle Bohle hat in der Gemeinde Lotte viele Sympathisanten. Das zeigte die Resonanz bei der Gründungsversammlung des Mühle-Bohle-Vereins am Donnerstagabend im historischen Gebäude am Mühlengrund: 47 Gründungsmitglieder aus Lotter Vereinen und weitere Mühlenfans hoben gemeinsam den nun jüngsten Lotter Verein aus der Taufe. Zum Ehrenmitglied gewählt wurde Werner Beiderwellen, Vorsitzender des Heimatvereins Wersen.

 

Herzenssache Mühle Bohle: Für ein aktives Mühlenvereinsgeschehen engagieren sich (von links) Horst-Peter Gospodarek, Rainer Lammers, Dieter Zehm, Willi Meyer, Stephan Lütke-Glanemann, Kornelia Lauxtermann, Christian Thies, Dieter Colombet, Wilhelm Melcher, Wilfried Strübbe, Renate und Werner Schwentker. Foto: Ursula Holtgrewe

Die langjährige Verbundenheit Beiderwellens mit der weit mehr als 300 Jahre alten ehemaligen Bocke- und Walkemühle beschrieb Werner Schwentker, Ehemann der Mühleneignerin Renate Schwentker, vor der eigentlichen Gründung: Vor rund 20 Jahren schloss Beiderwellen, der bei dem jetzigen Treffen fehlte, einen Nutzungsvertrag zwischen Heimatverein und Familie Schwentker. Werner Schwentker erinnerte an die zurückliegenden arbeitsreichen Jahre des Heimatvereins mit Restaurierungen und Renovierungen von Gebäude und Mühlentechnik.

„Wo wäre die Mühle ohne Werner Beiderwellen?“, fragte er. Die Ideen des Initiators hätten viele Initiativen in Gang gebracht und letztlich auch zur Gründung des Mühlenvereins aus dem Heimatverein heraus geführt (wir berichteten). Daher votierte die Mühlenfangemeinde einstimmig für Beiderwellens Ehrenmitgliedschaft.

Die Gründung – eine kleine Pause gönnten sich die Mühlen-Sympathisanten bei Getränken und Schmalzbroten von Renate Schwentker und Edith Brink – ging rasch über die Bühne. Vom Protokollanten stieg Dieter Colombet zum Schriftführer auf. Christian Thies, der in der von ihm erarbeiteten allseits gelobten Satzung alle Details berücksichtigt hatte, die auch Interessen des Heimatvereins beinhalteten, ist zweiter Vorsitzender. Die Finanzen verwaltet Kassierer Wilhelm Melcher.

In den Beirat wird der Heimatverein alsbald eine Person entsenden. Ins Gremium gewählt wurde Lottes Umweltbeauftragte Kornelia Lauxtermann, Vertreterin der Gemeinde, die zugleich untere Denkmalschutzbehörde ist. Ihm gehören auch Horst-Peter Gospodarek als Mühlenwart und Dieter Zehm an. Er ist zuständig für die Mühle als außerschulischen Lernort, für den der erste Stock mit Demonstrationsobjekten ausgestattet und die schmalstufige Treppe sicherer gemacht wird. Renate Schwentker koordiniert Mühlenveranstaltungen, Wilfried Strübbe die Zusammenarbeit mit Lotter Vereinen. Gründungskassenprüfer sind Stephan Lütke-Glanemann und Willi Meyer.

Den Jahresmindestbeitrag für Einzelpersonen und Familien legten die Mitglieder auf zehn Euro fest. Institutionen, Vereine und Firmen können ihren Beitrag selbst festlegen. Dass der Mühle-Bohle-Verein als gemeinnützig anerkannt wird, hatte Thies vorab mit dem Finanzamt Ibbenbüren abgestimmt. Nun kann der jüngste Lotter Verein loslegen mit dem Erledigen wichtiger Formalitäten – und anschließend beginnen, die Projekte Wasserrad, Kulturstau und Kraftkopplung umzusetzen. Mit den verantwortlichen Behörden sei alles geklärt, berichtete Schwentker: „Die Restaurierungen liegen im allgemeinen Interesse.“

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 170000 Euro. Der Verein muss rund 15000 Euro selbst finanzieren. Er hat sich beispielsweise verpflichtet, auch künftig etliche Arbeitsstunden als Eigenleistung einzubringen. Und: Ein Logo soll es auch geben. Das war dem Grundschüler Philipp Böhm, Sohn von Schwentkers Mietern, sehr wichtig. Dafür wird noch ein Wettbewerb ausgelobt.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, Ursula Holtgrewe

 
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Restaurierung unter neuer Regie

Die Mühle Bohle erhält einen eigenen Verein, der sich auch um die Renovierung kümmert. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Viel zu tun war und bleibt an der Mühle Bohle in Wersen. In den vergangenen 20 Jahren haben sich bei deren Restaurierung und Öffnung für die Allgemeinheit der Heimatverein Wersen, nimmermüde Ehrenamtliche, die Gemeinde Lotte, viele Sponsoren und der Denkmalschutz der Bezirksregierung Münster sehr stark engagiert. Die Federführung für die noch bevorstehenden Renovierungen wird ein neuer Mühlenverein übernehmen, der am Donnerstag, 12. April, 19 Uhr, in der Mühle gegründet werden soll.

„Ohne den Heimatverein wären wir nicht da, wo wir heute sind“, betont Werner Schwentker. Er und seine Frau Renate schlossen als Eigentümer vor zwei Jahrzehnten mit dem Heimatverein die Vereinbarung über die Mühle Bohle. Zeitlich besonders hohe Anforderungen stellt bald die Umsetzung von vier großen Projekten: die Renovierung von Wasserrad, Wehr und Transmission sowie der Brücke, die Wiederherstellung der Funktionen mühlentechnischer Einrichtungen sowie die Einrichtung eines Demonstrations- und Vorführraums in der ersten Etage des Industriedenkmals. Finanzielle Förderungen sind bereits beantragt.

„Wir müssen die Treppe in der Mühle sicherer machen, Geräte aufstellen und eine Heizung installieren. Die Mühle soll zum außerschulischen Lernort unserer Schulen entwickelt werden. Wir freuen uns, dass das gemeinsam von Heimatverein, der Gemeinde Lotte und den Eigentümern entwickelte Konzept bei den Sponsoren so guten Anklang gefunden hat, dass der Beginn der Bauarbeiten bereits in diesem Jahr möglich wird“, sagt Schwentker. Den Umfang der vier Sanierungsschritte stellte die Familie Schwentker dem Heimatvereinsvorstand vor. Zudem legte Rechtsanwalt Christian Thies – er beriet auch bei den Gründungen der Breitbandvereine Halen und Wersen – dar, welche Verpflichtungen auf die Beteiligten zukommen werden.

Der Vorstand des Heimatvereins beriet das weitere Vorgehen. Friedhelm Schürkamp teilte jüngst Renate und Werner Schwentker das Ergebnis mit: „Auf Basis der Fakten hat der Vorstand abgestimmt: Es wird ein Mühlenverein gegründet, der eng mit dem Heimatverein zusammenarbeiten wird“, heißt es sinngemäß in der gemeinsamen Erklärung von Heimatverein und Familie Schwentker.

Die Vorbereitungen zur Vereinsgründung haben bereits begonnen. Vorgesehen ist, dass Heimatverein und Gemeinde Lotte zu den Gründungsmitgliedern gehören sollen; weiterhin, dass die Mitglieder des Heimatvereins als partizipierende Mitglieder auch dem Mühlenverein angehören können. Denn: Die Mühle Bohle wird auch zukünftig für den Heimatverein Wersen für Ferienspiele, als Präsentationsort für die Naturschutzgruppe, als Wandergruppenstation und auch für Veranstaltungen mit örtlichen Schulen und Kindergärten zur Verfügung stehen.

Die anstehenden Restaurierungen wird dann der Mühlenverein durchführen. „Wir freuen uns, dass die Kooperation mit dem Heimatverein bestehen bleibt“, ist Renate Schwentker sicher, dass beide Vereine sich den Herausforderungen weiterhin erfolgreich stellen werden.

Für den 12. April erhoffen sich alle Beteiligten eine große Resonanz, weil klar ist: Viel zu tun war und bleibt an der Mühle Bohle


Quelle Neue Osnabrücker Zeitung, Ursula Holtgrewe

 

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